30.08.2009

30.08.009
Ein Text, den ich grad in den Tiefen meines Laptops gefunden hab. Muss von irgendwann im letzten Januar sein.



Esp innt!

Heute spinnts in mir drin!
Die Eismaschine rattert in der Küche rum und ich hab nen Vogel aus irgend einem komischen Grund. Das wirkt sich nicht unbedingt auf mein Verhalten aus.
Ich verhalte mich im Moment so gut wie gar nicht.
Ich sitz nur auf dem Sofa und spinn innen drin.

So mit komischen Wörtern im Kopf und Metaphern, die ich zwar erfinde, aber nicht wirklich weiss, was sie bedeuten.

Das Glasse ist noch logisch zum erklären. Vanilleglasse mit gebrannten Mandeln drin.

Aber es ist noch nicht fertig und das finde ich negativ. Weil mein Zahn irgendwie weh tut und ich jetzt gern Glasse essen würde, weil der Zahn dann glaube ich noch mehr weh tun würde.
Dann hätte er wenigstens einen Grund zum schmerzen und ich könnte befriedigt ins Bett gehen mit schmerzendem Zahn.

Ich muss mal schnell gogen lugen, was die gefrohrene Creme macht. Ob sie denn schon gefrohren ist.
Nein, es ist also noch nicht gut. Also gut schon aber noch nicht gefrohren genug.
Ich glaub das ist mir und der Anne aber bald egal und wir werden uns über das dann-halt-noch-nicht-Eis hermachen.

Hähä, im Fernsehn kommt grad ein Film (den hab ich grad angemacht, weil ich ein bizeli multi-tasken will) auf alle Fälle kommt da ein Film und der heisst „Tote singen nicht“.
Ich glaub da hatte auch einer ein bisschen Chaos im Kopf, als er den Film betitelt hat. Weil es würde ja kein Schwein auf die Idee kommen, einen Toten des Gesanges zu beschuldigen!

Die spinnen doch die Deutschen! Jetzt weiss ich auch woher ichs hab, meine Deutsche Seite ist schuld an meinen Hirngespinsten.

Amigs hätte ich gerne einen Deutschabschneidomat. So womit ich meine deutsche Seite zeitweilig abschneiden könnte. Am besten noch mit Schraubset dazu.
Wenn mich dann wieder irgendwelche Leute schief angucken, dann schneid ich meine deutsche Seite ab und schraub sie dem anderen Menschen an.
Dann kann ich mal komisch kucken.

So und jetzt sagt mir mal, wie blöd der Heini da unten kuckt. 

Ihr müsst mal wieder was lernen Kinder!





08.07.2009

Trip to Dschörmeni Part 4

Sunday bloody sunday


Wieder einmal scheint am Sonntag die Sonne und es kotzt mich echt an. (Hier muss erwähnt werden, dass mich wirklich nur die Hitze und nicht die sonstigen Umstände angekotzt haben.)
Hätte sich nicht eine Schattenspendende Trauerweide meiner erbarmt, wäre ich wohl schon an einem Hitzeschlag verreckt!
Monster vertragen keine Sonne.
Hanau erscheint mir nach Weinheim wie eine hässliche Eiterbeule. Und das soll die Gebrüder Grimm Stadt sein, dass ich nicht lache!


Montag Morgen, bei nem Cafe im 5th Element

Hier sitzen, in Frankfurt, mit einem ausgeliehenen Läptop, so lässts sich doch leben!
Gestern war wirklich ein toller Tag eigentlich. (Wieso das eigentlich da steht weiss ich eigentlich auch nicht.)
Das Festival mit seinen dreiundzwanzigtausend Leuten, von denen mindestens zwei Drittel auf der Bühne selber stehen ist echt nett und war die Reise definitiv wert!
Nachdem ich mich anfänglich zwangs Hitze kaum noch unter der Trauerweide hervorgewagt hab, ist mir dann ziemlich bald mal aufgefallen, dass beim Mischpult sehr wohl auch Schatten herrscht, weil da ja n Dach drüber ist!
Ausserdem stand ja da der Mensch, weshalb ich eigentlich da war.
Und so hab ich, wenn ich mir nicht grad Deichkind angucken wollte oder mal ne Stunde was zu Essen holen war, hinterm Mischpult gestanden oder davor gehockt und es einfach nur genossen.
Man kommt sich schon extrem Edel vor hinter so einem Riesenmischpult und den Menschen nebenan, die ihre Finger wundtippen für die Licht- und Bildeffekte.
Das Monster musste sich schwer beherrschen, nicht an irgendwelchen Knöpfen rumzufummeln, weil das wär des Monsters natürlicher Trieb. Knöpfe drücken und rumfingern und am besten alles kaputt machen.
Irgendwann nach dem Feuerwerk und dem beinahe schon obligatorischen Jacksonsong war dann aber Schluss und Schluss heisst ja bekanntlich, das alles fertig is.
Björn hat mir ja geraten, Frankfurt anzugucken. Vielleicht hat er auch Mannheim gesagt, ich weiss es nich mehr aber auf alle Fälle wollte ich seinem Rat folgeleisten und so bin ich von Hanau nach Frankfurt gefahren, wo ich eh hin gemusst hätte und wollte es mir am Bahnhof für eine Nacht bequem machen.
Der Bahnhof war mir dann aber doch zu unheimlich und ich hab mir ein Zimmer in einem Hostel genommen, wo ich prompt meinen Zimmergenossen mit meinem Gerumpel und Getöse aufgeweckt habe.
Nachdem er wegen der Hitze schon drei mal aufgestanden und das Fenster irgendwie ajustiert hatte, damit der Lärmpegel wenigstens etwas erträglich war fühlte er sich wohl gescheitert und fragte mich, ob wir runter gehn und n Bier trinken sollen.
Hammwer dann auch gemacht und Heute morgen um sechs bin ich dann mal wieder hoch in mein Zimmer.
Der Typ aus meinem Zimmer selber ist zwar ziemlich bald verschwunden, aber ich hab mich nett mit 2 Engländern unterhalten und rumgespässlet und die Rezeptionsdame dazu veranlasst unseren Musikwünschen folge zu leisten, wodurch dann der Raum abwechslungsweise mit Dr. Woggle and the radio und Chocolate Watchband beschallt wurde.

Das Hostel is übrigens direkt im Redlightdistrict von Frankfurt und mehr als das und den Bahnhof hab ich von dieser Stadt auch noch nicht gesehn, was ich aber jetzt nachholen werde.
Phu. Dschörmeníi is nice!!




Ich hab ein Zimmer mit Meerblick gekriegt!


Aussicht nach Rechts, da sieht man gleich die roten Lichter vom Nachbarbalkon - einem Puff.


Aussicht auf die linke Seite. Noch mehr Puffs - das is Frankfurt dachte ich anfänglichs!


Die ham sich echt Mühe gegeben mit Dekorieren auf dem Love Family Park!


Sven Väth. Das sieht nicht nur so aus, da stehn etwa eine Bazillion Menschen auf der Bühne, die nix tun, aber das ist anscheinend so üblich da.


Geregnet hats zwar nicht aber Deichkind hat sich die Show dadurch nicht vermiesen lassen. Ah doch später mal hats noch genieselt, was der Hitze leider keinen Abbruch tat.


Yippy yippy YEAH!


Bühne von ziemlich weit, bis ganz hinten.


Nette Dekoration


Nochma von etwa ziemlich weit hinten, mit Maske.


Ich hab wirklich NICHT daran rumgefummelt, obwohl die Verlockung wirklich gross war. Das is übrigens nur die eine Hälfte des Mischpultes.

07.07.2009

Trip to Dschörmeni Part 3

Random

Über den restlichen Verlauf des Abends gibt es nur einen Eintrag in meinem Farbigen Büchlein, deswegen schreib ich halt im Nachhinein was darüber.
Der Schlosshof war zwar nur halb so pompös wie ich den mir vorgestellt hatte, wahrscheinlich hätte ich das als Parkiermöglichkeit gesehen, hätte ich es nicht besser gewusst.
Die Vorbands waren alle recht cool, obwohl ich bei der ersten eigentlich kaum was mitgekriegt hatte weil ich da und dort mit den Woggles die überall verstreut auf dem Platz rumliefen gequatscht hab.
Wirklich interessantes gibt es bis hin zum Konzert von Dr. Woggle and the radio nicht mehr zu berichten aber dann.
Hossa war das Konzert gut. SAUGUT!
Besser als alles, was ich von denen je gesehn hab. Und ich war mal nicht die einzige, die mitgesungen hat!
Nach dem Konzert haben ich und zwei Sebastians entschlossen uns noch etwas Bier zu genehmigen, bevor wir ins Central gehen würden.

Weil mich Leute immer wieder fragen, woher ich die Menschen kenne, die ich so kenne möchte ich euch gerne mal erklären, wie man die kennenlernt.
Auf der Treppe sitzend sieht das Monster jemanden auf sie zukommen (der wollte da durch), den sie vorher auf der Bühne gesehen hat.
Angetrunken wie das Monster ist schreit es "Ueeeeeh" als der Mensch vorbeiläuft.
Die meisten schmunzeln dann oder machen auch "ueeeeeh" je nach Alkoholgehalt im Blut.

Begegnet man dem Menschen wieder macht man das gleiche Spielchen. Wenn mans beim zweiten mal noch nicht gemacht hat, muss man den Menschen spätestens beim dritten mal nach dem Namen fragen um dann in gleicher Manier wie dem "Ueeeeeh" seinen Namen zu rufen.
Erstens merkt man sich so Namen extrem gut und zweitens kommt man allerspätestens beim vierten mal mit denen ins Gespräch.
So einfach ist das!
Der besagte Mensch war in diesem Fall übrigens der Maic, der als Dondeeersatz (Trompetist) bei den Woggles agiert.
Irgendwann waren wir dann im Cafe Central, ham getanzt, geschwitzt und wahrscheinlich noch mehr gesoffen.

In einem Keller um etwa halb fünf Uhr morgens ist dann in nicht vollkommener Nüchternheit dieser Eintrag in mein Büchlein gekritzelt worden:

Ich wusste, dass das Vagabundendasein nicht von langem sein würde. Ich wusste, dass ich Heute noch in jemands Schuld stehen würde. Im Moment ist das der Maic, der mir extra Matratzen in seinen Trompetenkeller in Bahnhofsnähe schleppt, damit ich und meine Wolldecke gut nächtigen können.
Mein Gott, der Maic und der Jan das sind echt zwei superliebe, die für mich kucken auch wenn die Woggles schon weg sind.
Mit was hab ich das bloss verdient? Das Konzert Heute war echt der Wahn!

Ich muss vielleicht erwähnen, dass die besagten Matratzen nur so Dinger für auf den Liegestuhl waren, aber da ich mich ja eigentlich schon mit einer Parkbank zufrieden gegeben hätte war das echt Luxus!



Eine sehr sehr sympathische Vorband im Schlosshof.
http://www.myspace.com/soundition


Se Woggles on Stage.


Björn und Jochään


Niko, Publikumsmensch und Kai


Kai, Dondee und ein Stück wovon ich glaube, dass es Maic is.


Ein Phänomen was mir schonmal aufgefallen ist. Alle Fotos werden unscharf, ausser die von Niko. Wenn ich ein Nokia hätte würd mir das ja noch einleuchten, so Anagrammtechnisch und so.


Jan (Maic´s Scheff) und irgend son komischer Heino, der da rumlief.


Me and Maic


Der Sebastian, der sich Lollo nannte und ich. Vom andere Sebastian hab ich leider kein Bild.


Der tut nix, der kuckt nur!


Nochma komische Gesichter


Die Band ischt imfall noch guet, ! Und scheint im Central mal aufm Frauenklo gewesen zu sein.


Marc war anscheinend auch da.


Fundstück morgens um zehn oder so. Sorry Maic, falls das deine Privatsphäre verletzen sollte!


William Bootsy Collins, Gurken und Schuhe von Boss. Was muss man mehr über einen Menschen wissen?


Wenn mal jemand Silent Surface besuchen will: Die proben da oben.

Trip to Dschörmeni Part 2

Weinheim-ich bin da


Ob ich diese Stadt mag weiss ich allerdings noch nicht. Ich sitz hier grad in nem netten kleinen Park beim Bahnhof, wo die Bäume (darunter auch ein grosser Ginko für Steffi) beschildert sind. Der erste EIndruck war der Bahnhof.
Bauschutt und Bagger hinter dem Bahnhofsortsschild - nett.
AUf der Reise mit dem Zug hab ich übrigens die Lust verspürt durch die goldenen Felder zu flanieren, was ich aber zwangs der Hitze und meiner mittleren Zeitknappheit unterlassen werde. Ich komm mir vor, wie son beschissener Turi mit meinem Rucksack und dem Ranzebuffet. Bin ich wohl oder übel auch.
Ahja, das erste, was man ausser Feldern sieht wenn man nach Weinheim fährt ist ne Kläranlage.
Ich bin guter Dinge und geh mir jetzt mal die Altstadt ansehn, sofern ich sie denn finde.

Der Bahnhof. Toller erster Eindruck!



Darf man nicht, wär ich auch nicht auf die Idee gekommen.


Für den Preis kann man ja echt nix sagen.


Bahnhofsklo die zweite



Wär ich da einfach so hingegangen und hätte nich gewusst, was ich am Abend tun sollte, wär ich glaub da hingegangen.


Denkmal.


Denk am besten gleich zwei mal.


2 Mann mit Gewehr, einer mit Trommel. Hätten ein Drittel der in den Krieg ziehenden Musik gemacht wärs vielleicht anderst raus gekommen. Dieses Denkmal findet man übrigens auf dem Weg vom Bahnhof zur Altstadt.


Wenn man man vom Bahnhof und dem neuen Teil weg ist.

Diese Stadt ist voller Musik. Irgendwo in einem Haus hat jemand wunderschön Klarinette gespielt und hier in dem, wovon ich annehme, dass es der Schlosspark ist, kann man dem Soundcheck im Schlosshof lauschen.
Es ist echt schön hier! Über ein halb-Altstadt-Gässchen gelangt man auf einen Platz, der sich dem Hang und somit der Kirche oder dem schloss oder wasauchimmer zuwendet.
Der Platz ist gesäumt von lauter Strassenkaffees, in denen Menschen sitzen und es sich gut gehen lassen.
Den Platz kann man kaum verfehlen, genausowenig wie die Woggles (hab zwar nur einen gesehn, nehm aber an, dass da noch mehr davon waren) die in eben so einem Kafee sitzen.
Zack weggedreht und einfach eine andere Richtung eingeschlagen.
Die hätten mir beinahe die Überraschung versaut!
So sitze ich jetzt hier am Tümpel mit Wasserfontänen und überlege mir einen Schlachtplan für nachher.

(Ich sollte später merken, dass man sich auch im Schlosshof nicht vor den Woggles verstecken kann und mein Überraschungsplan, den ich mir so schön zu rechtgelegt hatte überhaupt nicht realisierbar war.)



Schlossparktümpel wo sich das Simonster in den Schatten legte.


Mausolääum im Park


Park von Oben. Zwischendurch hat mich übrigens son Quasimodo verfolgt, den ich aber schnell wieder abgeschüttelt hab.


Ich glaube das ist das Schloss.


Toller Baum in einem anderen Schlossparkdingens.


Beweisfoto. Ich war also wirklich da, gellet!


Netter Doledeckel


Im Schlosshof

Das Monster ist Heute schreibwütig! So viel hab ich an einem Tag schon lange nicht mehr geschrieben.
Hier im Schlosshof steppt der Bär! Die Leute gehn in die Knie, nur weil die Bänd das macht. Das lässt mich irgendwie gewisste Zweifel hegen und erinnert mich irgendwie an die Nazis, nur dass die Botschaft hier eine völlig andere ist.
Gabs eigentlich auch Nazibänds?
Jänu, der Kräutergarten und allgemein Weinheim und sein Volk ist äusserst nett.
Der Sänger der einen Band hat grad sein Hemd ausgezogen.
Es ist aber auch verdammt heiss hier!
Musik, gutes Wetter - LECKER!
Trip to Dschörmeni Part 1

04.07.009
Another Trip to Dschörmeni

Ah, wieso tu ich mir das eigentlich an?
Die Deutsche Bahn, die deutsche Bahn, schafft es nicht ohne Verspätung loszufahrn *träller*.
Ich hab zwar ne nette Mutti zum schwatzen mit an Bord, die mir freundlicherweise sogar ihre Bunte zum drin schmökern angeboten hat.
Ich hab dankend abgelehnt, denn ich hab ja mein eigenes Buch und jetzt sogar ein neues Testament dabei.
Das neue Testament hat mir der Typ im christlichen Buchladen heute Morgen geschenkt, als ich da war um was auszudrucken, weil der Copyshop zu hat.
Geht auch mal an einem Samstag Morgen in eine Christliche Buchhandlung, das kann echt seeeehr amüsant sein!

Hier aber eins stört mich, nein eigentlich nicht, aber doch - ein schreiendes Beeeebiii.
Ich mag Kinder, aber die Väter, die mir lüstern auf die Titten glotzen, die mag ich nicht.
Während das Kind schreit, möchte ich gerne aufstehn und den beinahe schon sabbernden Erzeuger anschreien:
"Meine Brüste kriegt dein Kind nicht, hast ja selber genug grosse, du Ekel!!!"



Das war halt grad vor meinem Fenster, da musst ichs fotografieren.


Thoughts in a train

Es gibt schöne, ungeschriebene Gesetze. Beim Packen gibts gleich einen Haufen davon!
Zum Beispiel, dass man beim packen zu Hause alles schön zusammenlegen und sortieren soll, oder es sich wenigstens vornimmt.
Beim heimgehen jedoch darf man dann alles einfach irgendwie in den Koffer oder Rucksack reinwurschteln.
Oder das man seine Schuhe, die ins Gepäck kommen in einen Plastiksack gepackt werden, das gehört einfach so.
Wir fahren übrigens grad in Karlsruhe ab.
Wovon ruht sich der Karl eigentlich aus? Fussbal, Hochzeit oder Packstress?



Das Ende meiner Reise war in Sicht und das Monster freute sich wie ein Honigkuchenpferd.


Auf der Reise von Mannheim nach Weinheim hab ich mir übrigens noch folgendes notiert:
Pinienwälder?! Wo zur Hölle bin ich hier gelandet??


FÜR RECHTSCHREIBEFEHLER BIN ICH ÜBRIGENS NICHT ZUSTÄNDIG.

25.02.2009

25.02.009
Mit dem Alter nimmt der Tollpatsch zu

Ich stehe im Lift und fahre in den vierten Stock. Ich finde, dass es geilere Tatsachen gibt als die, dass meine Handschuhe vom Löcherwurm angeriffen worden sind und dem Anschein nach kapituliert haben.

Es gibt schönere Zustände, als den meinigen, der sich dadurch auszeichnet, dass ich nicht sonderlich viel geschlafen habe, stinke und eine der ersten Menschen im Büro bin, weil es so früh am Morgen ist.

Es gäbe im Moment nix schöneres als die Schoggiguezli, die ich heute Morgen vor lauter verpennen nicht eigepackt habe, zu knabbern.
Schönere Aussichten, als die mit dem Velo der Schwester Heute nach Feierabend nochmal nach Hause zu fahren, bevor ich mit den WSF ein letztes mal vor Moudon Rambazamba machen kann gäbe es auch.

Es gibt garantiert auch keinen besseren Moment, in dem mir der Veloschlüssel aus meinen Händen gleitet und keinen grösseren Zufall, als dass der Schlüssel genau den Spalt zwischen dem sich bewegendem Lift und der stationären Wand trifft.
Der Schlüssel bleibt stecken, wird mitgeschleift.
Ich starre ihn an.
In Bruchteilen von Sekunden entscheide ich, dass ich meine Hand sicherlich nicht während der Fahrt auch nur in die Nähe dieses Spaltes bringen werde. Ich werde mir von diesem Lift als Letztes den Arm abreissen lassen.
Als nächstes spiele ich mit dem Gedanken, den STOP Knopf zu drücken, solange der Schlüssel noch mitgeschleift wird.
Aber auch hier entscheide ich mich blitzartig dagegen.
Erstens würde der Schlüssel garantiert durch das aprubte abbremsen des Liftes runterfallen und zweitens habe ich keine Ahnung, wie man einen Lift wieder in Gang bringt, nachdem man ihn zwischen den Stockwerken angehalten hat.

Also sehe ich dem Schlüssel zu und bitte inständig darum, dass er bis zum vierten Stock durchhält.
Wenige Sekunden - wenn überhaupt - vergehen, bis ich ihn fallen sehe.

Lustigerweise rege ich mich nicht mal darüber auf.
Ich kenne mein Glück mittlerweile gut genug, dass ich weiss; den Schlüssel halte ich am Ende des Tages wieder in meinen Händen.
So ist es auch.
Trotzdem passiert sowas irgendwie nur mir. Zum Glück bin ich es mich langsahm gewohnt, von anderen wegen meiner Tollpatschigkeit ausgelacht zu werden.
Ausserdem bin ich froh, können mir im Büro jetzt nicht mehr all zu viele Missgeschicke passieren.
Tee hab ich schon über einen Mitarbeiter geschüttet, mich im Windfang eingesperrt, so dass ich meinen Chef vom Abendbrot wegholen musste, auf das er mich raushole (5 Sekunden vor seinem Eintreffen kam übrigens der Informatiker zufälligerweise vorbei) und jetzt hab ich auch noch den Veloschlüssel in den Liftschacht geschmissen.
Wirklich viel steht nicht mehr zur Auswahl.

Vor dem Fall die Treppe runter hab ich allerdings ein bisschen Bammel, der fehlt nämlich noch in der Reihe von Simones Tollpatschigkeiten bei Gähler und Partner.
Und die Treppe ist aus massivem Stein.





16.02.2009

16.02.009
Also mängisch.


Heute habe ich gearbeitet. Ja, ich arbeite jeden Tag, also ämel fünf Tage in der Woche aber Heute habe ich mal wieder eine neue Arbeit gefasst.
Geht euch jetzt gar nix an, was es ist. Dürft ich euch auch gar nicht sagen, nämlich.

Auf alle Fälle hab ich für diese neue Arbeit einen Stapel Papier bekommen. Auch das ist nicht weiter speziell. Ich hab mir dann alles mal durchgesehen. Ziemlich normal, wenn man daran interessiert ist, was man eigentlich genau macht.

Auf alle Fälle waren da ein paar Mails dabei. Natürlich hab ich auch die durchgelesen, weil die ja zum Stapel Papier mit dazu gehörten.

Dann hab ich gedacht. ÄH???
Drei Mails von drei Menschen, die wahrscheinlich alle über 20 und den Nachnamen nach (geiles Wortspiel.)schweizer Herkunft sind. Oder deutscher, oder österreichischer. Spielt ja auch gar keine Rolle.

Was da stand hab ich auf alle Fälle nicht wirklich verstanden.
Liebe Schweizer, ich lege euch jetzt etwas ans Herz. Ich mein das wirklich ernst und auch gut und so. Ich mach das auch nur einmal, weil ich sonst ja nicht wirklich rummotze bei sowas.

Wenn ihr euch auf Hochdeutsch nicht so verständigen könnt, dass man es
erstens versteht und es Simone zweitens nicht bei jedem dritten Wort oder Komma in den Fingern juckt, den Rotstift zu zücken, dann lasst es!! (Ich hab in diesem Satz übrigens indirekt auf drei gezählt, obwohl ich nur zwei aufzuzählende Punkte hatte, so schöön!)
Wir leben in der Schweiz, wir handeln meistens schweizer Projekte ab, wir reden Schweizerdeutsch, wieso also nicht Schweizerdeutsch schreiben? Da darf man schreiben, wie man will und sowieso.

Ich weiss, so Mails kommen manchmal zu den Akten und so, aber die schauen sich ja meistens auch nur Schweizer an! Wo liegt da das Problem?

Wenn wir schon grad beim Thema sind. Es heisst von etwas ÜBERZEUGT sein und nicht überzogen!!!
Der nächste, der das von sich gibt wird von mir höchstpersönlich mit Teer und Federn überzogen.




Amigs hab ich das Gefühl, dass sind sertige Gestalten, die da die Mails schreiben.
16.02.009
Die Simonschen Gesten Nr.1


Erst als Benji mich gefragt hat, warum ich ihn anpieke um dann doch vorbei zu gehen ist mir bewusst geworden, dass man meine Gesten eigentlich gar nicht umbedingt versteht. Oder überhaupt verstehen kann!

Deshalb werde ich die Gesten, die ich öfters mache mal ein bisschen analysieren, auseinanderrupfen und für euch offenlegen.

Über das anstupsen oder in die Seite pieksen hab ich ziemlich lange nachgedacht, bin aber schlussendlich zu einer sehr klaren Definition gekommen. Auf alle Fälle finde ich sie klar. Wenn ihr sie nicht versteht zeigt das nur mal wieder, dass ihr anderst tickt.

Von der Seite anpieksen wenn wir uns noch nicht begrüsst haben(Ich pieke selten in die Seite, auf der ich stehe) heisst das:
Hey, ich bin grad auf dem Weg irgendwo hin, aber schön bist du da.
Drehst du dich schnell genug um (man muss einberechnen, dass wenn ich auf der linken Seite gepiekt hab schon lange auf der rechten vorbei bin) und mich siehst werde ich wahrscheinlich schnell stehen bleiben um dich richtig zu begrüssen und dir zu erklären, dass ich grad irgendwo anderst hin will.

Bist du nicht schnell genug und siehst mich vielleicht gerade noch aus den Augenwinkeln werde ich mein Tempo wenn nötig etwas drosseln, um dir die Gelegenheit zu geben, mich zu sehen. Ich gehe davon aus, dass das Gespräch in das du gerade verwickelt bist ein ernstes oder zumindest interessantes ist und ich nur stören würde. Entweder ich grinse dir dann zu, winke dir oder schaue dich nur ganz kurz an um dann meine Reise fortzusetzen.

Das bedeutet dann eigentlich auch nix anderes wie : Ich bin da und hab dich gesehen. Hab zwar grad keine Zeit dir hallo zu sagen, aber ich finds schön bist du da. Vielleicht komm ich nachher noch rüber um zu schwatzen, vielleicht kommst du rüber, wenn du Bock hast und vielleicht sehn wir uns den ganzen Abend nicht mehr (sehr selten).

Leute piesaken, die ich schon begrüsst hab ist eigentlich nur ein Akt körperlicher Zuwendung und darf als Kompliment gesehen werden. Ich piesake nur Leute, die ich mag.

Auf die Schulter tippen und mich dann verstecken oder mich auf die andere Seite stellen mach ich auch ab und zu, aber meist hab ich dann Zeit um zu begrüssen. Oder ich hab einfach Lust jemanden zu ärgern.

Eigentlich recht logisch, aber irgendwie verdammt viel Hintergrund für so eine kleine Geste.
Jänu.

*piekpiek*



Ich mag manche Leute so sehr, ich könnte Löcher in sie pieken!

19.01.2009

19.01.009
Fenfuur

Wo wohnt eigentlich die Zensurbehörde?
Weder bei Zensurbehörde noch bei Zensur spuckt das Twixtel irgendwelche Adressen aus.
Vielleicht ruf ich mal dem 18-18 an und frag die, wo die Zensurbehörde wohnt


Aber vielleicht ist die Adresse der Zensurbehörde ja zensiert. Das wär ja irgendwie noch logisch. Nur wo schicken dann die Leute, die eventuell was zu zensieren haben ihre Sachen hin?

Dafür hab ich grad rausgefunden, dass es eine Berufsgattung gibt, die Zensor zu heissen scheint. Muss irgendwas mit Geld zu tun haben, denn die drei Adressen, die mir angezeigt werden haben alle irgendwas mit Treuhand oder Revisionen zu tun.

Das müssen die Ärsche sein, die den anonymen Spendern immer meine Kontonummer wegzensieren. Aufhören damit und zwar SUBITO! Danke.

Na gut.
Ist vielleicht besser, hab ich die Adresse der Zensurbehörde nicht herausgefunden.

Wenn ich die nämlich wüsste, wär ich da schon längst einmal vorbei gegangen und hätte denen ihren Zensurbalken querewäg in den Allerwertesten gesteckt.

Oder ich hätte mit weisser Farbe „kick me“ auf einen solchen Balken geschrieben und hätte ihn den Mitarbeitern so auf den Rücken geklebt, dass sie ihn ohne fremde Hilfe garantiert nie mehr abklauben könnten.

Was die zensieren und nicht zensieren ist mir nämlich schleierhaft.
Ärzte werden zensiert weil. Ja wieso eigentlich? Ahja, das Schäferhundlied wurde zensiert. Und ehm, ich glaub das Video zu „Lass mich dein Sklave sein“. Keine Ahnung wie das richtig heisst.

Aber das Video prangert ja irgendwie auch die Zensurbehörde an. Vielleicht ist es auch gar nie zensiert worden, aber ich bringe das grad mit dem Thema in Verbindung.
Ich werde mich bei Zeiten mal darüber informieren.

Also. Humor wird zensiert. Oder Humorähnliches, Sarkasmus, Ironie, keine Ahnung wie man sowas nennt. Weil das Schäferhundlied, sowie die Ärzte selbst kann ja keiner wirklich ernst nehmen.
Ahja, Geschwisterliebe war das andere zensierte Lied.
Egal.

Heute haben die Argovia Leute ein Lied gespielt wo ich mir gedacht habe.
„Mann wieso ist DAS nicht zensiert worden?“

Allgemein, wieso werden Lieder von Florian Ast niemals nicht zensiert? Der darf hier tagtäglich rumschreien, dass er Sex mit mindestens zwölftausend verschiedenen Frauen haben und keiner hat was dagegen! Nicht mal der Papst! Na gut, er sagt auch nie, dass er dabei Kondome benutzen will. Dann ists vielleicht legitim.

Wenn Lily Allen aber sagen will , dass irgendwas „fucking fantastic“ ist, dann darf die genau irgend so ein Gemurmel und fantastic sagen.
Dabei sieht fucking fantastic nur schon geschrieben sehr schön aus!

Auf alle Fälle kommt da Heute so ein Lied und da sagt der Florian Ast doch Tatsächlich :
„Vill lieber als ä schöne Meitschirock
hätt de Sepp sin schwarze Gemschibock.“

Und am Schluss labert der noch irgendwas von seiner Büchse und das der Sepp irgendwie sagt, „i schiesse nie meh ufene Gemschibock“.
Ehm. Ist das denn keine Sodomie? Gehört Sodomie nicht zensiert, wie beim Schäferhundlied?
Entweder, man zensiert alles was auch nur annähernd falsch verstanden werden kann, oder man lässts bleiben!

Hier ich zum Beispiel. Wann zensiert ihr mich mal? Ich fühl mich von euch vernachlässigt!

Bald werd ich noch zum Emo, ritz mir die Arme auf, um mich schlussendlich vom C der Leuchtreklame vom Coop zu stürzen, weil mich keiner jemals zensiert hat!

Aber ihr wartet wahrscheinlich, bis ich mal wegen meinem Blog oder sonst irgend was tollem was ich geleistet habe in die Zeitung komme. Dann setzt ihr mir bestimmt so einen fetten schwarzen Balken über die Augenpartie, weil mein Gesicht für die Leser zumutbar sei oder so...
Das leben ist eine Blindschleiche. Glitschig, glänzend und lang.