12.07.2010

Nr. 99!

Löcher in die Wand machen ist gar nicht mal so schampar einfach. Bei uns in der Wohnung hats Löcher über dem Fenster. Eigentlich könnte man da das Rollo hinmachen, aber die Löcher halten die Schrauben nicht. Vielleicht halten auch die Schrauben in den Löchern nicht, so genau kann man das ja eigentlich nicht bestimmen.



Beim Fischen hingegen ist es relativ klar, dass der Haken im Fisch hält und nicht umgekehrt. Es sei denn der Fisch will mal wieder ein neues Foto von sich um es seiner Geliebten zu schenken. Wenn man den Fisch also zurück ins Meer oder den See schmeisst, nachdem man ihn auf einem Foto verewigt hat, sollte man auch gleich einen Abzug oder gar das Negativ des Fotos mit schmeissen. Sonst zieht ja der Fisch ausser einem Loch im Gaumen gar keinen Nutzen aus dieser Sache.


Bei uns im Wohnzimmer könnte ich theoretisch auch einen Fischer hinmachen – einen Dübel der Marke Fischer nämlich. Vielleicht würde das Rollo dann halten.


Grad im Moment hätte ich übrigens Lust, mich mit einem Klemmbrett und ein paar Umfragebögen in die Zürcher Bahnhofshalle zu stellen und eine Umfrage zum Thema „Wer hat Maradona umgebracht“ zu führen. Flashmob Umfrage.


Na, wer hat Maradona umgebracht?

Maradona war anscheinend auch mal angeln.

09.07.2010

Frittierte Igelfische

Ich hätte gerne eine Fritteuse. Am besten eine mit dem Durchmesser eines Medizinballes. Meistens macht’s übrigens am meisten Sinn, wenn man beim Durchmesser von runden Sachen spricht. Obwohl man auch durch einen leeren, viereckigen Swimmingpool messen könnte. Durch volle Swimmingpools kann man natürlich auch hindurch messen, aber dann sieht man irgendwie aus wie Lessi, wenn man mit einem Massband im Maul durch den künstlichen Teich schwimmt. Ausserdem sind nasse Massbänder schwer zu straffen und ich wüsste auch nie so genau wo ich da durch messen sollte. Wahrscheinlich würde ich die Kürzeste Strecke wählen, weil ich dann nicht so weit schwimmen müsste. Im Sommer würde ich das Messen sowieso vergessen und irgendwo untertauchen.



Durch eine Schwedentorte könnte man übrigens gut hindurch messern, aber das hat ja nichts mit Frittieren zu tun, obwohl ich natürlich auch eine Schwedentorte frittieren könnte. Da das frittieren von Schwedentorten aber bestimmt an deren Aerodynamik nagt würde ich das nicht in Betracht ziehen. Schwedentorten sind schliesslich in erster Linie Wurfgeschosse. Grüne Wurfgeschosse halt. Schon die Römer haben ihre Feinde mit Schwedentorten beschossen. Die hiessen damals natürlich anders, weil es Schweden ja gar noch nicht gab. Präschwedentorte oder Nochnichtschwedentrote glaub ich.


Zum Glück konnten die Römer aber noch nicht frittieren, weil wenn die Torten einem frittiert ins Gesicht fliegen, gäbs bestimmt Kratzer und Beulen und das will keiner ausser vielleicht einem Stück Golfrasen. Golfrasen ist auch grün, aber den haben die Römer nicht geworfen. Die haben eh lieber Memory oder Topfklopfen gespielt.


Ich persönlich würde am liebsten ein fluoreszierendes Schaf frittieren. Ich denke wenn es frittiert wäre könnte man die Wolle abbröseln und hätte dann schmackhaftes Fluoreszenzwollenkonfetti. Das würde ich dann auf unseren Gartenweg streuen um in der Nacht nie mehr barfuss auf einen Igel zu stehen zu müssen.


Als Kind habe ich mal einen kleinen Igel gefunden. Gutmütig wie ich war hab ich dem dann in meinem Zimmer Asyl gewährt. Als ich das meiner Mutter dann erzählt hab hat sie gemeint Igel hätten total viele Flöhe, Zecken und so Gedöns. Ich hab ihr dann erzählt ich hätte ihn schon wieder ausgesetzt. Eigentlich habe ich ihn aber nur frittiert, damit das Ungeziefer abstirbt. Man soll Igel ja nicht baden, das mögen die nämlich nicht. Ich hab den Igel dann im Wohnzimmer an einer Schnur aufgehängt und alle haben immer gedacht, es sei der ausgestopfte Kugelfisch, den meine Mutter mal von Teneriffa mitgebracht hat. Den hab ich im Gegenzug dazu ausgesetzt. Kugelfische gehören nun wirklich nicht in ein Wohnzimmer.


Wenn ich eine Fritteuse hätte würde ich zwischendurch auch scharfe Sachen frittieren. Hollas Augen zum Beispiel. Sie sagt ja von sich selber, sie sehe so scharf wie ein Kampfadler. Weil ich nicht so scharf sehe hab ich mich zuerst gefragt, wie scharf eine Krampfader denn so sieht, bis ich meinen Fehler bemerkt habe. Aber Krampfadern frittieren wär bestimmt auch lecker. Die schmecken wahrscheinlich ein bizli wie Frittierte Trauben.


Let’s frit!


Heute habe ich übrigens einen sehr weisen Tag. Mir ist zum Beispiel aufgefallen, dass männliche Ballerinas Ballermänner heissen müssen und das etwas nur solange schwimmt bis es untergeht.
Ich. Muss. Das. Haben!
Schenkt. Es. Mir!

28.05.2010

Gescheiterter Dialog

Irgend so ein Typ vor dem Merkker, nachdem Judas und ich „Jein“ von Fettes Brot sowie „Berlinder Luft“ und „Son of a preacherman“ zum Besten gegeben hatten:



Typ: Du hast echt Talent!
Ich: Bestimmt.
Typ: Nein wirklich, du hast verdammt Talent! Was arbeitest du?
Ich: Elektrozeichnerin. Du?
Typ: Ich arbeite gleich da vorne…in einer psychiatrischen Anstalt.
Ich: Ähh… Ich glaub ich muss jetzt nach Hause, aber danke


27.05.2010

Egal ob man schwitzt oder friert, Sommer ist was in deinem Kopf passiert

Wie bereite ich mich auf den Sommer vor?

Ich bereite mich auf den Sommer vor, indem ich genau das Gleiche tu wie wenn ich mich auf den Winter vorbereite. Checken welche Bands wann wo spielen und dann den Rest der Planung vergessen.

Gut was?
Naja im Sommer gehört dann doch schon etwas mehr dazu. Zum einen stell ich mir jedes Jahr aufs Neue eine Festivalpackliste zusammen, die ich dann rigoros missachte und vor allem nach dem zweiten Festival schon verloren habe.

Zum anderen achte ich darauf, dass ich irgendwo in unserer Küche Tütensuppen rumliegen hab. Meistens gammeln da aber noch welche vom letzten Jahr rum. Wegen der Elektrolyte, wisst ihr.

Ausserdem kauf ich mir Tickets, oder gewinne sie oder lasse sie mir schenken – je nach dem halt.


Und dann? Ja dann wart ich bis der Sommer da ist und bin meist ganz erstaunt, wenn ich zwei Tage vor dem ersten Festival noch nicht mal gepeilt hab, dass ich vielleicht mal meine Anreise hätte organisieren sollen.
Meistens hab ich dann irgendwie am Tag vorher noch irgendwas los und mir bleibt genau eine halbe Stunde zum Packen.


Damit ich meine Festivalpackliste dieses Jahr nicht verliere post ich sie einfach hier. Schliesslich haben ja alle meine Freunde ein iPhone und können mir im Falle eines Stromausfalles die Liste am Telefon vorlesen oder so.


Hop und los:
Rucksack und Zelt vom Estrich holen. Campingstuhl unter der Treppe hervor rupfen und irgendwo hinstellen, wo man ihn nicht vergisst.
-Schlafsack eintüten und zu unters reinstopfen. Am besten noch ne Wolldecke dazwischen wursteln und das Ganze mit einer alten Tischdecke oder Zeltplane einpacken.

Mätteli vorne an den Rucksack schnallen. Auch einpacken in irgendwas, falls es nass wird auf der Reise.

Plastiksäcke aus der Küche holen und Kleider eintüten:
-Circa 4 Shirts (3 zum tragen, eins zum pennen – je nach Festivaldauer aufstocken)
-Unterwäsche, gute BHs für die Frau, die gerne hüpft und genug Socken. Socken kann man so Handgelenk mal Pi einfach rein schmeissen, die kann man immer brauchen. Bikini nicht vergessen, fürs rumgammeln in der Sonne, Duschen oder Wasserschlachten.
-Hosen – circa 1 lange, ne kurze und eine Trainerhose. Wenns kalt ist halt keine kurze, sondern 2 lange. Wers mag kann Regenhosen mitnehmen. Aber wenns regnet bringen die eigentlich auch nix.
-2 Pullis (einen echt fetten, also so Faserpelzzeugs) und ne Regenjacke. (Einen Pulli hat man ja schon an und wenn man die Jacke auch gleich anzieht braucht man weniger Platz im Rucksack.)

Wäsche ist eigentlich nicht so wichtig – kann man sich im Notfall ja am Merchandise nachkaufen.


 
Ab ins Bad und Nessessär füllen:
-Zahnbürste- und Paste
-Shampoo oder Duschgel – eins reicht. Duschen wird eh völlig überbewertet
-Haarbürste
-Kleiner Spiegel
-Pflasterklebeband und Nastüechli (der beste Pflasterersatz und auch anderweitig einsetzbar. Bei allen gröberen Verletzungen kann man ja zu den Sanis gehen.)
-Kleines Nähzeug (kann man echt brauchen imfall!)
-Deo: WICHTIG für deine Mitmenschen
-Sonnencreme und oder irgendsone Nivea creme
-Rasierer (wers nötig hat)
-Handtuch




Ab in die Küche:
Hier wird’s individuell. Es gibt aber 2-3 Sachen die man so oder so dabei haben sollte.
-Alkoholfreies. Im Coop gibt’s so 1l Tetrapacks mit Schraubverschluss. Die sind echt knorke, vor allem weil man die nachher mit irgendwas wieder befüllen kann und mit aufs Gelände nehmen darf (an vielen Openairs werden ja mittlerweile nur noch Tetrapacks aufm Gelände geduldet).
-2x WeightWatchers Eistee (den kann man auch warm trinken und er schmeckt sogar noch easy)
-2 oder 3 Fruchtsäfte. Der Multivitamin schmeckt ganz gut und der Apfelsaft lässt sich auch geniessen. Wegen den Elektrolyten. Hilft halt wirklich.
- Gemüse und Früchte im Glas oder in der Dose. Weil man frische Früchte eh nie isst oder sie als Bälle missbraucht werden. Spargeln im Gläschen sind toll, oder ne Dose Fruchtsalat mit der man auch Bowle machen kann. Hauptsache irgendwas. Erraten - wegen der Elektrolyte.
-Tütensuppen (Ich bevorzuge Pilz und Flädli). Das Beste bei kaltem Wetter und dem kleinen Hunger und hähä wegen der Elektrolyte.
-Chips


Alles weitere ist nicht überlebenswichtig und hängt davon ab, ob man da einkaufen gehen kann oder ob man alles mitschleppen muss.




Nun fehlt nur noch Zeugs, was irgendwo in der Wohnung herumfliegt:
-Alubecher, Aluteller und Besteck. Plastikbecher tuns eigentlich auch, aber mit dem aus Alu kann man schön Wasser für die Tütensuppen kochen.
-Einen Sonnenhut, eine Winterkappe und irgendeinen Schal.
- Gummistiefel für Pussis, Wanderschuhe oder einfach Turnschuhe. Ausserdem Flipflops fürs Duschen. Wer mit dem Auto fährt sollte vielleicht ein Paar Schuhe im Auto lassen, für die Rückfahrt.
- Aufpustvorrichtung fürs Mätteli (wenn nötig)
-Gaffatape
- Taschenlampe
-Papier und Schreibzeug (als Papier gelten auch Festivalinfos, Anfahrts- Fahr- und Spielpläne sowie die wichtigsten Telefonnummern, falls das Handy mal den Geist aufgibt.)
-Mehrere Handys oder wenn man hat mehrere, VOLLE Akkus (Ladegerät bringt nicht viel, wenn auf dem Zeltplatz keine Aggis erlaubt sind.)
-Ranzebuffet oder sonstiges Täschchen zum Umhängen der wichtigsten Sachen. Hosentaschen gelten nur, wenn sie Reisverschlüsse haben – es gibt immer mehr Langfinger auf Festivals!
-Ausweis, Ticket, Bargeld, Kontokarte und ev. Fahrkarte oder Führerschein
-3 Feuerzeuge (eins verlierste, eins geht kaputt, eins haste) genug Kippen
-Sackmesser mit Dosenöffner dran
-Ne Rolle Haushaltspapier

Wenn nicht alles in den Rucksack passt einfach so eine Migrosplastiktragtasche zur Hilfe nehmen. Die vom Coop sind kacke, weil die nur einen Tragebändel in verschissener Länge haben.
Koffer sind nach wie vor behindert – spätestens dann wenn man sie auf den Röllchen probiert durch den Dreck zu ziehen. Wobei… wenn ich zukucken darf find ichs witzig.


Die Auflistung ist natürlich nur für eine Person gedacht. All das Paviongedöns und Biervorräte sowie das Schnitzel für den Kugelgrill sind entweder überflüssig oder mit Freunden abzusprechen. Nein. Ich muss korrigieren. Überflüssig ist auf einem Festival nichts. Und wenn man wirklich mal was vergisst – auf Festivals gilt: We are one big family. Frag mal deinen Zeltnachbarn, die lassen dich sicher mal vom Eintopf naschen oder in ihrem Swimmingpool baden.


So und jetzt kann der Sommer beginnen. Ich habs immer noch drauf mit dem Packen, schliesslich stammt das jetzt alles aus meinem Kopf und länger wie ne halbe Stunde hab ich nicht gebraucht. Jetzt, da ich die Liste nicht mehr verlieren kann, schwindet auch das Risiko etwas zu vergessen enorm.

Let’s go!


11.05.2010

Familienfest

Einmal im Jahr lädt die Familie zum Fest.

Alle reisen sie an, egal ob von der Insel oder vom Festland wo das Fest bis anhin immer stattfand.
Tanten, Onkel, Cousinschaft und deren Eltern die wiederum als Tanten und Onkel gelten.

Auch Geschwister und deren Kinder sind mit von der Partie und hoffen dank der ausgedruckten Facebookprofile dem Namenskauderwelsch der Deutschen, Engländer und Welschen Einhalt zu gebieten. Allerdings funktioniert nichts so gut wie Tante Irmgards Polaroids auf denen sie adrett die Namen der abgelichteten notiert hat.


Kuno hat ihr aus Jux mal einen Asteroid geschenkt, den sie mangels Namensgedächtnis mit Asterix von Kuoni beschriftet hat. Bis heute wartet sie auf den Brocken in Orginalgrösse, der sie zu fernen Ufern geleitet so wies sich für den etwas mächtigen Sohn eines Reiseveranstalters nun mal gehört.


Nun gilt es erst die Hände zu schütteln, die Namen nicht miteinander zu vermixen und dem Barkeeper zu sagen, er solle das Getränk doch bitte rühren.
Rührend ist dabei auch jedes Mal der Anblick des kleinen Kurts, der sich weigert seinen Namen kundzutun und kurzum Nutzen zieht aus des Nebenmanns Leid.


Wird der neue Freund der Schwester zurechtgewiesen, er solle doch das Festmahl, das er zu Ende des Tages verspiesen haben wird würdigen indem er wenigstens den Namen des Gastgebers nenne. Dann steht Kurt neben zu und streckt seine Hand zur Besänftigung dem Gastgeber hin um den Namen, den er soeben erst erfahren hat, möglichst schnell loszuwerden und Lob einzustreichen, welch schlaues Kerlchen er doch sei. Geschmeichelt schleicht Kurt dann neben seinen Vater, der gerade dem Mann mit bleichem Gesicht mit Hilfe seines eisernen Griffs seinen Namen einschärft.


Blass ist Cousin Jean-Jack nicht nur wegen der einschüchternden Begegnung mit Kurts Vater Herold, sondern vor allem wegen dem Mutschnaps vom Grosi Katrin, die bis anhin noch nie einen laufen liess, bevor er nicht die Flasche Eierlikör pries. Man ziehe den Eierlikör den Eiern vom Stör vor musste man möglichst überzeugend von sich geben und dem konnte Katrin erst Glauben schenken, nachdem sie ihrem Opfer mehr als ein Gläschen eingeschenkt hatte und der Trinker eine lallende Aussprache angenommen hatte.


Nicht verwunderlich also, dass es dem Jean-Jack nun Ei-nerl-ei war, dass er beim fluchtartigen Verlassen des Gebäudes den Garderobenständer umriss. Ihm war schliesslich Sp-ei-übel und er wollte sich nur noch ins Gebüsch bücken.


Hinter ihm begann die Verwandtschaft aufgeregt durcheinander zu wuseln und versuchte Jacken wie Blusen wieder an ihren vorherigen Platz zurückzubringen.


Tommys Jacke schrie geradezu um Hilfiger, als sie von einer „Miss Sixty-Bricks-inside“ Tasche unter sich begraben wurde. Pepes Jeans, die er als Geschenk mitgebracht hatte aber Calvin zu klein waren, wurden bekleckert mit Konfitüre, die von einem Hohen Regal heruntergefallen war (Haute Konfitüre). Als Adi das sah musste er aus irgendeinem Grund an Weihnachtsgebäck denken. Vielleicht war es die Form des Fleckes, die Ähnlichkeit mit einem Zimtstern hatte oder aber auch der weisse Schimmel der Konfitüre die ihn an den Bart des Nikelauses erinnerte.


Als das Chaos kaum noch überschaubar war und jegliche Anweisungen von Hugo als Boss versaceten schickte Louis Vuitton alle, darunter auch Yves samt Laurent, zurück in den Speisesaal um die Sauerei selber aufzuräumen.


Die Verwandtschaft reihte sich ein wie zu einer Prada und setzte sich, ohne noch einmal zurück zu guccin an ihre Plätze an der grossen Tafel.












Fortsetzung folgt. Eventuell....


Tante Emma traf an ihrem Urlaub am Nil ganz überraschend auf Onkel Klötzli.

06.05.2010

Katzenrotze

Mit der Pollenkonzentration in der Luft scheinen diesen Frühling auch die Preise für alles Mögliche zu steigen. Benzin wird teurer, Alkohol wird teurer und nach den Winterschlussverkäufen haben auch die Kleider wieder einen Preis angenommen, der den Lohn des chinesischen Arbeiterkindes zwar immer noch nicht rechtfertigt, aber wenigstens dem Schweizer Konsumenten angepasst ist. Der Goldpreis steigt, weshalb der Bonze aus der Villa am Hügel diesen Monat vielleicht nur ein Kilo Blattgold für seine Gefüllten Weinblätter einkauft statt fünf.

Es gibt aber auch das Gegenteil, wie ich heute im Tagi gelesen habe.


Aus dem Tagi vom 06.05.2010
„Billiger wurden die Freizeit- und Kulturangebote (-0,7 Prozent), weil die Preise für Pauschalreisen, Tierfutter und Fernsehgeräte sanken. „


Danke lieber Tagi, dass du mich aufgeklärt hast, dass der Verkauf von Tierfutter in direktem Zusammenhang mit Freizeit- und Kulturangeboten steht.
Dass Pauschalreisen was damit zu tun haben versteh ich ja jetzt noch. Schliesslich ist die Kaffefahrt vom Grosi zum Comersee sehr wohl ein Kulturangebot, auch wenn sie ausser Rheumadecken und Topfsets nicht viel zu Gesicht bekommen wird. Von pauschaler Berechnung kann man da eigentlich auch nicht sprechen, aber ihr wisst ja was ich meine.


Das mit den Fernsehgeräten versteh ich zwar nur indirekt, aber wenn man sichs recht überlegt gibt es ja fast keinen Freizeit- oder Kulturort mehr, wo kein Fernseher steht. Da wo bis jetzt keiner stand dürfte dann bald schon einer thronen, weil die ja jetzt günstiger sind, wie der Tagi sagt.


Aber das mit dem Tierfutter. Das verstört mich ehrlich gesagt ein bisschen.
Ich könnte jetzt weit ausholen und zum Schluss kommen, dass das Fleisch was in Kultur- und Freizeitträchtigen Restaurants serviert wird billiger geworden ist. Wenn dem so wäre könnte der Tagi das aber gefälligst auch so sagen oder das mit dem Tierfutter ganz weglassen und einfach sagen, dass Milch- und Fleischprodukte günstiger geworden sind.
So wie das allerdings geschrieben steht beschleicht mich die leise Angst, dass der Dönerspiess vom Kebabtürken aus nichts anderem wie gepresstem Hundefutter besteht. Auch werd ich mich in Zukunft wohl besser von dem Knabberzeugs was immer irgendwo rumsteht fernhalten. Wer weiss denn schon, ob das in der Schale wirklich Salzfischli und nicht die Leckerlis von Besitzers Katze sind. Oder gar Vogelfutter. Was gewisse Leute so über ihren Salat streuen sieht Vogelfutter ja gar nicht mal so unähnlich.


Man sagt ja, dass man sich auswärts Appetit holen dürfe, aber zu Hause essen solle. Je länger ich allerdings darüber nachdenke, desto weniger verspüre ich die Lust heute Abend überhaupt noch irgendwas zu essen.
Irgendwie hab ich jetzt aber spontan Lust auf die Yogurtdrops von Kims Hamster…


Zum Schluss hab ich noch zwei Fragen, die mir auf dem Herzen liegen und die ich gerne beantwortet hätte.
Zum einen nimmt es mich wunder, ob es eigentlich rassistisch ist, wenn man sagt „alter Schwede!“.
Zum anderen wollt ich wissen ob die Gerüchte stimmen, dass BP jetzt eine Ölsardinenfabrik aufmacht. Das sagt nämlich die Titanic und die kennen sich ja aus mit so Meerzeugs.

Eines meiner Lieblingssprichwörter : "Steigt das Zebra der Giraffe auf den Rücken, kann es besser Kirschen pflücken."

Zwei Blunts nebeneinander sehn aus wie n'Twix

Hab ich hier eigentlich mal erwähnt, dass ich meinen halben Sommer mit Waffenscheuen Pflanzenfreunden verbracht habe?

Falls nicht tu ichs nochmal schnell erläutern.
Weil Monster arbeitslos, Monster unglücklich. Weil Anne rudern und Alci rudern, Alci zu Besuch. Weil Alci Waffenscheu und Pflanzenfreund, Alci bringt Monster auf Idee.

Am nächsten Tag hab ich dann auch gleich beim Naturwerk Aargau angerufen und hab tags darauf durfte ich schon da anfangen. Der Job für einen lächerlichen Tageslohn beinhaltete vor allem das Mähen von irgendwelchen Wiesen und das Ausrupfen von Pflanzen die nicht in die Schweiz gehören. Aber besser als nix, wa?


Die meiste Zeit krochen die Zivis und ich also irgendwo im Gestrüpp herum, darauf erpicht jedes noch so verstecke Berufskraut aufzustöbern und im Keim zu ersticken, besser gesagt mit der Wurzel auszurufpen. Abwechslung brachten einzig die „Achechratzdischtle“, das Jakobskraut, der Sommerflieder, der japanische Knöterich und die Goldrute, die wir zwischendurch auch vernichten mussten.
Hänge mähen und das gemähte aufhäufen, sowie Tümpel für irgendwelche Krebse buddeln gehörten auch zu unseren Arbeiten, wobei Hänge eigentlich untertrieben ist. Meistens waren das verdammte Felswände!


Das Schöne an der Arbeit neben den wunderschönen Arbeitsorten war allerdings, dass man sich während dem Pflücken mit einander unterhalten konnte. Und das taten wir auch – Zivis sind durchaus gesprächig und vom Gemüt her sehr friedlich.
Nichts desto trotz war die Arbeit an manchen Tagen echt verdammt anstrengend, vor allem weil die Sonne meistens erbarmungslos auf uns herunter heizte.


Vielleicht war aber auch genau das der Grund, wieso manchmal während des Rupfens ziemlich tiefgründige und vor allem schöne Unterhaltungen zu Stande kamen. Man schloss die Leute von Tag zu Tag ins mehr Herz und war im Gegenzug umso trauriger, wenn am Montag wieder einer weniger erschien, weil er seine Zeit „abgesessen“ hatte.

Einer meiner liebsten Menschen während der ganzen Zeit war der Denis. Ein herzensguter Mensch, den man einfach gerne haben muss.
Als wir uns das letzte Mal verabschiedeten umarmte er mich und meinte „Man sieht sich immer 2 mal im Leben“.

Gestern hab ich ihn tatsächlich getroffen am Konzert von „Mumford and sons“. Leider besagt die „2mal im Leben“-Regel nicht, dass man genug Zeit hat um miteinander zu quatschen.
Und so hoffe ich jetzt halt, dass man sich mindestens zweimal mit genug Zeit zum reden trifft. Dann zählt Gestern nämlich nicht als zweites Mal.


Vor etwa fünf Jahren hat ein Freund von mir mal auf jemanden gedeutet, und mir erzählt wer das ist. Ob ich mich mit demjenigen unterhalten habe, weiss ich leider nicht mehr, aber ich glaube kaum und wenn dann nur zwei drei Worte, weil ich halt bei einem Gespräch daneben stand. Als ich dann etwa ein oder zwei Monate später im Zug von Aarau nach Baden sass, sah ich aus dem Fenster just diesen Menschen auf dem Bahnsteig stehen, von dem mir mein Freund erzählt hatte. Dass ich mich damals überhaupt noch an ihn erinnern konnte, grenzt beinahe an ein Wunder. Mein Gesichtergedächnis könnte nämlich genauso gut nicht vorhanden sein.
Weder hatte mich dieser Mensch damals besonders beindruckt, noch kannte ich seinen Namen. Und trotzdem dachte ich als ich ihn sah „Oh, das ist doch der und der…“.


Ich scheine mich im Moment in einer Phase zu befinden, wo ich die Leute das Zweitemal treffe. Dieser Mensch, der vor circa fünf Jahren dort am Bahnhof stand und auf seinen Zug gewartet hat, hat heute einen kleinen Platz in meinem Leben und einen etwas grösseren in meinem Herzen eingenommen.
Und bis vor etwa einer Woche hatte ich mich selber nicht einmal daran erinnert, dass ich ihn eigentlich schon zum zweiten Mal in meinem Leben treffe.

Meine Frage jetzt: Gilt das mit dem zweimal im Leben treffen auch dann, wenn sich der eine Part gar nicht daran erinnert?
Ich hoffe nicht, denn wenn ich diesen Menschen jemals aus den Augen verlieren sollte, hätte ich gerne diese Gewissheit, dass man sich im Leben zweimal trifft.
Wäre das machbar liebe Welt? Ich weiss, dass mein Geburtstag mittlerweile schon vorbei ist, aber dieses eine Geschenk könntest du mir doch auch nachträglich noch machen, oder?


Ui.

05.05.2010

Mir rauchts!

Ich nehme mir eigentlich jeden Tag vor ab morgen täglich über irgendeine Schlagzeile irgendwas zu schreiben. Das verschiebe ich allerdings jeden Tag wieder auf morgen.
Aber heute, ja heute mach ichs.
Und zwar schreib ich über etwas, was mir bisher gar noch nicht aufgefallen ist, obwohl es mir unter normalen Umständen bestimmt schon aufgefallen wäre. Normale Umstände gibt es bei mir aber äusserst selten und deshalb ist es mir halt eben nicht aufgefallen.


Ist euch dafür aufgefallen, was ich meine?


Ah, ich habs wohl schon im Titel verraten, hä?


Rauchen in Lokalen ist jetzt zwar verboten, aber ich dürfte eigentlich gar nicht darüber schreiben, weil ich es ja (wie schon zwölftuusig mal erwähnt) noch gar nicht mitgekriegt habe. Ja klar in Bern und so hab ich das schon erlebt, aber da war das von Anfang an so und ich musste mich nie umgewöhnen.


Ich kann mir aber das Merkker echt nicht rauchfrei vorstellen. Weil jetzt zum rauchen alle raus müssen, werden noch mehr Leute wie sonst schon auf dem Steg vor dem Eingang rumstehen. Reinkommen tut man dann wahrscheinlich gar nicht mehr aber das macht ja nix. Hähä.
Einen Vorteil seh ich allerdings fürs Merkker und seine Besucher (sofern sie denn mal reinkommen).
Es raucht einem beim Töggelikasten nicht mehr ins Auge, wenn man seine Zigi im Aschenbecher danebenlegt. Das kann Matchentscheiden sein sag ich euch!


Sonst seh ich, abgesehen von der Gesundheit der Nichtraucher und natürlich auch der Raucher, irgendwie nur Nachteile. Vor allem befürchte ich, dass die Clubs in ferner Zukunft nur noch von militanten Nichtrauchern und schwerst betrunkenen Rauchern bevölkert sein werden.

Den Rauchern wird’s nämlich spätestens im Winter zu blöd werden an rauchfreie Partys zu gehen, so dass sie ihre eigenen Feten mit Blackjack, Koks, Nutten und Zigaretten machen werden. Irgendwo wird sich dafür schliesslich schon ein Bunker finden lassen.


Als Raucher mit Freunden wird man dann an diese (wahrscheinlich meist illegalen und deshalb nur durch Mundpropaganda beworbenen) Partys eingeladen, und braucht halt gar nicht mehr irgendwo hingehen, wo‘s rauchfrei ist. Die eigenen Freunde sind ja eh an den Raucherpartys.
Illegale Raucherspelunken sind sowieso viiiiel cooler als irgend so ein hundskommuner Club.
Für die Nichtraucherfreunde die umsverrecken nicht in so eine Raucherhöhle wollen, gibt’s von den Gastgebern bestimmt irgendson Partyzelt vor dem Eingang (wenn sie Glück haben sogar beheizt!). Aber das macht ja nix, die mögen die Frischluft schliesslich.


Die Raucher, die im Club übrigbleiben dürften solche ohne Freunde sein. Oder solche mit Freunden ohne Freunde. Auf alle Fälle erreichen sie die Einladungen für die Qualmfeten nie, was sie dazu zwingt weiterhin Rauchfreie Lokale zu besuchen. Oder im Keller zu hocken und alleine zu rauchen. Aber die haben ja bisher auch keinen gestört.


Wieso diese Raucher dann an jedem Abend an dem sie in einen Club gehen rotzevoll sein werden kann ich euch auch gleich erklären.
Jeder, der sich auf einer Feier schon mal leicht unsicher oder irgendwie verstört gefühlt hat weiss, dass man sich hinter nichts besser verstecken kann als hinter einem Bier und ner Kippe.


Weil jetzt jedoch das Rauchen drinnen nicht mehr erlaubt ist muss man bei Unsicherheit entweder rausgehn (ist in etwa so bescheuert wie zum Lachen in den Keller gehen) oder sich hinter zwei Bier verstecken. Wenn unsichere Menschen jedoch an Stelle von Bier auf einmal zwei trinken, dann werden sie betrunken. Und kotzen auf den Boden. Dann stinkts. Ekelhaft!


Dann werden sich dann wahrscheinlich sogar die militanten Nichtraucher den alles überdeckenden Zigarettenrauch zurückwünschen. Und das wird jeden Abend so sein. Immer werden die Unsicheren kotzen, und was noch dazu kommt, wenn sie nicht kotzen dann schwitzen sie. Aus Unsicherheit versteht sich.

Aber mir kanns ja Wurst sein, ich bin dann eh im Raucherbunker.


Tja liebe Nichtraucher, da habt ihr euch aber was eingebrockt, wa?

Sollte ich jemals Mann, Haus und Kind haben werd ich nicht irgendeinen, sondern eine Schnauzbaum pflanzen um mein Glück perfekt zu machen.

27.04.2010

Get high

Grössenwahnsinn – jetzt versteh ich endlich, wieso der nicht gut ist. Nicht dass ich mit meinen geschummelten 1.67 besonders häufig zu Grössenwahnsinn neigen würde. Nein, das tu ich wirklich nicht.

Aber letzten Freitag, da hats mich überfallen. Der Freitag, ja der Freitag hatte sich schon am frühen Morgen als super Tag herausgestellt. Aussicht auf gute Menschen und Musik waren gegeben und das nahende Wochenende setzte dem ganzen noch einen drauf.

Man muss vielleicht hinzufügen, dass einer der guten Menschen hauptverantwortlicher für das gute klingen der guten Musik war, aber das ist ja eigentlich schnurz. Diese ganzen Tatsachen hatten mich auf alle Fälle in ein absolutes Hoch katapultiert, aber ich wollte halt eben noch höher hinaus.
Genauer gesagt bis zur Clubdecke, was in erster Linie eigentlich kein Problem darstellte, weil ich dieser durch mein Hoch ja sowieso schon ziemlich nahe war.

Bitte hier nicht den Vergleich mit „an die Decke gehen“ anstellen, der wäre nämlich komplett falsch. Ich ging ja eigentlich eher down (bitte auch hier nicht an Depressionen sondern an das von Künstlern gerne aufgegriffene „get down“ denken).

Ja, ich war total down mit ihnen. Mit Musik und Musikern, dem Publikum, den lieben Menschen in meiner Umgebung, sogar mit dem Cider was ich vorher getrunken hatte, wobei das wiederum eher down in my Blase war.
Nur mit der Decke – mit der war ich nicht down.
Die war ja oben. Über mir! Da konnt ich noch so im Hoch sein, diese schweinische Decke würde über mir bleiben.

Aber berühren, ja berühren konnte ich sie, was ich auch tat und was sich im Nachhinein als grober Fehler herausstellen sollte.
Nachdem ich es nämlich der Decke so richtig gezeigt hatte, in dem ich sie mit einem meiner nassgeschwitzten Patschehändchen begrapscht hatte wollte ich das Ganze in einer stylisch wippenden Bewegung abschliessen, damit das ganze Deckenangefasse für den eventuellen Betrachter nicht ganz so bescheuert aussehen würde.

Wollte ich.
Schlussendlich lief das Ganze jedoch darauf hinaus, dass ich mir meinen Ellbogen mit voller Wucht auf eine heimtückische Eisenstange, die sich ungefragt auf dem Weg zwischen Decke und Geländer eingeschlichen hatte, gehauen habe.

Es ist echt ein Wunder, dass keine der an der Eisenstange befestigten Scheinwerfer sich durch die Erschütterung selbständig gemacht hat und auf einen Musiker gepoltert ist. Das hätte ein schönes Gemetzel auf der Bühne gegeben und wahrscheinlich wäre der ganze Schuppen auch noch abgebrannt.

Mein Ellbogen hingegen hatte weniger Glück. Jeder kennt das Gefühl, wenn man sich das Narrenbein anschlägt. Das ist kein schönes Gefühl.
Dass ich es im gleichen Zuge auch noch geschafft hatte, mir meinen Ellbogen blutig zu schlagen war die süsse Zuckerhaube auf dem dumpfen Schmerz, der mich durchfuhr.

Heute tuts übrigens immer noch weh, wenn ich den Ellbogen irgendwo abstütze und ich werde das Gefühl irgendwie nicht los, dass mir jetzt auf beiden Seiten ein Stück Knochen fehlt.

Jänu.

Hartmut kommt halt eben vor dem Fall, oder so.





Etwa so hab ich mich nach der Stangenattacke auch gefühlt.

14.04.2010

Wenn einem Finger abhandenkommen.

Ey, erst mal huha. Schreibt man „abhandenkommen“ tatsächlich zusammen oder will mich Word mal wieder verkackeiern(dass du liebes Word das Wort „verkackeiern“ nicht kennst hab ich mir jetzt irgendwie gedacht)?

Das geht doch nicht an, dass mir diese „Korrekturhilfe“ schon beim Titel dreinredet. Beim vierten Wort, meine Güte. Darf man echt nicht „Abhanden kommen“ schreiben? Is Abhanden überhaupt ein Nomen? Ach weiss der Geier.


Erraten. Wie immer geht’s in dem Text um nichts, was ich gerade in der Einleitung geschrieben hab. Ich brauch ein neues Wort für Einleitung, damit mir meine Deutschlehrer nicht irgendwann Rasierschaum in meinen Briefkasten sprühen, weil ich andauernd die korrekte Gliederung einer Kolumne zunderopsi bringe.
„Einleitung? Hab ich doch. Die kommt aber erst nach der Interdökschen. Wie jetzt gibt’s nicht? Natürlich! Das ist ein ungeschriebenes Bloggergesetzt, dass vor der Einleitung erst mal die Interdöktschen kommt. Ich würds ihnen ja schriftlich geben, aber is halt ungeschrieben. Sorry.
Krieg ich jetzt meine 6?“


So jetzt, genug Off Topic.
Ich frage mich ja immer, wer eigentlich bescheuert genug ist sich den Müll den ich hier schreibe anzutun. Vor allem, wieso man das tut war mir bisher schleierhaft. Zwischendurch treffe ich sogar irgendwelche Leute, die mir sagen, dass sie den Zorro lesen und gut finden. Das find ich dann zwar meistens ein bisschen abstrus aber es freut mich.
Seit heute weiss ich aber, wieso die das tun. (Wer weiss ich leider immer noch nicht so ganz – ihr traut euch ja nie zu kommentieren!).
Weil andere Blogs schlicht und ergreifend langweilig sind! Ich sage nicht alle anderen Blogs und ich will damit auch nicht indizieren, dass mein Blog irgendwie lustig oder überlebenswichtig wäre aber ich glaube man kann das Zeug hier lesen ohne mich gross zu kennen. Man muss auch mit dem Thema nicht unbedingt vertraut sein. Nicht mal die gleiche Musik wie ich muss man mögen!


Weshalb ich überhaupt darauf komme ist ein Wettbewerb, den ich gewonnen hab.
Ich darf nämlich für Timid Tiger bloggen. Besser gesagt ich darf ihnen die Arbeit abnehmen und über ihr Konzert in der Schüür in Luzern berichten. Das find ich voll knorke!

Wahrscheinlich hatte ich es aber nicht wirklich schwer mich gegen meine Konkurrenz durchzusetzen, weil sich für die Schweiz wohl kaum jemand beworben haben dürfte. (Wieso ich das genau annehme weiss ich jetzt auch nicht.)




Auf alle Fälle steht der Link zu Zorrodusauheschmisguezligesse jetzt auf der Seite von Timid Tiger -> www.timidtiger.com unter Blog.
Ich habs mir natürlich nicht nehmen lassen, mir die Blogs der anderen Schreiber anzusehen und ähm. Ja. Ich sag jetzt nix weiter dazu, weil die anderen das vielleicht auch lesen aber…

Das sind Blogs, die ich nicht lesen würde, wenn ich diese Person nicht kennen täte. (Täte, töte, tüte. Mit tun kann man so schöne Dinge tun.)


Oh, jetzt hab ichs ja doch gesagt.


Naja. Yessir ich bin eine Zicke. Nosir du musst mich nicht mögen. Ich habe Ecken und Kanten und ecke dementsprechend oft an.
Mag sein, dass die CD- und Konzertreviews gut sind. Mag sein, dass ich die Mätzchen aus anderer Leute Leben völlig unterbewerte und die Bedeutung von Blogeinträgen in Facebookstatuslänge nicht verstehe.
Wenn dem so ist – erklärts mir!


Ich glaub ich hab die eigentliche Aufgabenstellung eines Blogs völlig missverstanden und das Ziel um Meilen verfehlt. Voll affig.


Einem Mitstreiter jedoch bin ich hoffnungslos unterlegen(das sagt grad so unterbewusst, dass ich mich den anderen überlegen fühle, oder? Halleluja bin ich heute eine Drecksschlampe!). Und das ist der Sascha Lobo. Wer den nicht kenn sollte sich jetzt lieber mal ganz schnell auf Google über „Sixtus vs. Lobo“ schlau machen.
Das ist gut und der ist gut und ich ziehe seinen Hut vor ihm und frage mich im gleichen Zug, wieso der für Timid Tiger bloggen will? Junge, du hast schon Fame, Geld und Beziehungen! Lass doch mal den Nachwuchs ran!


Ich bin der traurige Clown der Blog-Community.